Agnès

Love it!

Ich habe meine Ernährungsgewohnheiten angepasst und leide jetzt nicht mehr unter Diabetes Typ 2
 
Agnès schickte mir vor einiger Zeit ihre persönliche Geschichte, sie schrieb, dass sie Diabetes-Typ-2-Patientin sei. Begleitet von einer Ernährungsberaterin, passte sie ihre Ernährung an und drei Wochen später brauchte sie kein Insulin mehr zu spritzen. Agnès ist also keine Diabetes-Patientin mehr. Ihre Geschichte löste vielfältige Reaktionen aus, vor allem positive, aber auch einige empörte, ungläubige Kommentare. „Bald glauben die Menschen noch, dass man Diabetes mellitus Typ 2 heilen kann“, konnte man lesen. Und es stimmt tatsächlich: Die meisten Menschen mit Diabetes mellitus Typ 2 können wieder gesund werden. Auf Patienten, die unter Diabetes mellitus Typ 1 leiden, trifft das nicht zu, diese Betroffenen können sich noch so gesund ernähren, geheilt werden können sie nicht. Aber der Diabetes mellitus Typ 2 hängt in der Regel mit bestimmten Lebensstilfaktoren zusammen (unter anderem Ernährung und Bewegung), wohingegen Typ 1 genetisch bedingt ist. Ich habe Agnès gebeten, ihre Geschichte etwas ausführlicher aufzuschreiben.
 
Agnès: „Seit meinem 45. Lebensjahr merkte ich, dass ich schnell müde wurde, ich litt unter Herzrasen, Harndrang hatte ich tagsüber kaum, aber sobald ich im Bett lag, musste ich bis zu fünf Mal aufs Klo. Ich nahm auch extrem zu. An meinem 52. Geburtstag erhielt ich die Diagnose: Diabetes mellitus Typ 2. Das war ein echter Schock. Ich nahm Medikamente und eine Weile ging es mir ganz gut. Doch nach zwei Jahren waren meine Blutzuckerwerte doch wieder angestiegen, obwohl ich mich relativ gesund ernährte. Damals verschrieb mein Hausarzt mir Insulin. Anfangs fand ich das eigentlich sogar gut, denn nun konnte ich gelegentlich wieder ein Stück Kuchen essen und ein Bierchen im Lokal trinken ... Aber bald merkte ich, dass ein Leben an der Insulinspritze nicht das Wahre ist. Mein Endokrinologe war immer mit mir zufrieden, weil ich gute Zuckerwerte hatte, trotzdem musste ich stets mehr Insulin spritzen, um den Pegel stabil zu halten. Und währenddessen nahm ich immer mehr zu.
 
Da hörte ich von der Diabetesberaterin Elly Verhoeven. Ich ging zu ihr und sie brachte mich zu der Erkenntnis, dass ich mich ernährungsmäßig komplett umstellen und meine Kohlenhydrate drastisch reduzieren musste. Sie erklärte mir auch, warum man durch die Insulinverabreichung zunimmt, denn Insulin ist eigentlich ein Wachstumshormon, das dick macht – besonders in der Bauchregion. Sie fragte mich, ob ich bereit wäre, eine hundertprozentige Kehrtwende zu machen und mich jeden Tag zu bewegen. Ich fragte sie, ob sie die Lebensphilosophie von Pascale Naessens kenne. Elly ist davon voll überzeugt und auch mein Hausarzt und mein Endokrinologe wurden eingeweiht, standen vollkommen hinter mir und gaben mir grünes Licht. Das war kurz vor den Weihnachtsfeiertagen. Elly gab mir einen Ernährungsplan mit und ich machte mich daran, die Bücher von Pascale auszuprobieren, wobei ich meinen Kohlenhydratkonsum noch mehr einschränken musste.
 
Gleichzeitig wurde meine Medikation zurückgefahren. Der erste Tag war ein sensationeller Erfolg. Ich sollte Elly jeden Tag per SMS meine Blutzuckerwerte durchgeben und durfte ihr zu jeder Tageszeit Fragen stellen, was mich außerordentlich beruhigte. Nach und nach haben wir die Insulinmenge reduziert und am 10. Januar habe ich zum letzten Mal Insulin gespritzt. Für mich war das ein wirklich bewegender Moment, ich habe vor Freude geweint. Nach zehn Jahren endlich kein Insulin mehr spritzen müssen!
 
Meine Zuckerwerte bleiben stabil, ich messe täglich vier Mal und wundere mich selbst über meine guten Werte. Sie sind heute sogar besser als zu der Zeit, als ich noch spritzte. Früher waren sie morgens immer zu hoch, doch das ist schon lange nicht mehr der Fall. Ich mache jeden Tag eine Runde Nordic Walking und habe mittlerweile fünf Kilo Gewicht verloren. Ich esse gesund und schmackhaft, treibe Sport und fühle mich nach nur einem Monat super fit! Jeden Tag wird hier aus den Büchern von Pascale gekocht. In der Regel macht das mein Mann, der auch begeistert mitmacht. Er ist zwar nicht zuckerkrank, aber fühlt sich heute auch viel fitter und hat zudem abgenommen. Wir wollen unsere gemeinsame Zeit genießen und gesund leben. Ich habe mir jetzt die nächsten fünf Kilo vorgenommen. Diesen Lebensstil werde ich beibehalten.“

 
Wichtiger Hinweis von Elly Verhoeven!
Bei der Einstellung der Insulinmenge arbeite ich als Diabetesberaterin mit dem behandelnden Arzt oder Endokrinologen zusammen. Diabetespatienten dürfen nie auf eigene Faust ihre Insulineinheiten drastisch reduzieren, eine solche Maßnahme muss immer unter Begleitung erfolgen. Für Agnès habe ich einen individuellen Ernährungsplan als Leitfaden erstellt, der bei jedem Patienten anders aussieht. Zuerst wird die Menge der Kohlenhydrate (Broteinheiten) erfasst und anschließend wird berechnet, um wie viel diese Menge reduziert werden muss, damit der Patient weniger Insulin spritzen muss. Dann werden regelmäßig die glykämischen Werte überprüft und die Kohlenhydratzufuhr gegebenenfalls angepasst. Die Rezepte von Pascale Naessens beziehe ich gerne in meine Arbeit ein, weil es meinen Patienten es mit diesen leichter fällt, ihre Ernährungsgewohnheiten zu verändern. Auch für Agnès war die Umstellung einfach, sie hatte kein Problem damit, ihren Speiseplan anzupassen.
 
Wer zu diesem Thema Fragen hat, kann sich an Elly Verhoeven wenden. Auch die niederländische Internetseite www.keerdiabetesom.nl ist interessant, dabei handelt es sich um einen Verein unter der Leitung von Professor Hanno Pijl, in dem Menschen mit Diabetes professionell begleitet werden.

Auf der Vereinshomepage www.keerdiabetesom.nl finden Sie zusätzliche Informationen zur Heilung von Diabetes mellitus Typ 2.